Monets Küste - Städel Museum
Begleitung Sie uns am 28.04. ins Städel Museum nach Frankfurt.
Aufregend schön und zugleich bedrohlich: Im
19. Jahrhundert entwickelte sich Étretat in der Normandie
an der Atlantikküste vom abgelegenen Ort
zum Mythos – und zog Künstler, Intellektuelle und
das Pariser Bürgertum in den Bann. Das Interesse
galt vor allem der charakteristischen Klippenlandschaft,
die durch Werke weit über die Grenzen
Frankreichs hinaus bekannt wurde. Gustave Courbet
malte hier seine berühmten Wellenbilder, Guy
de Maupassant machte Étretat literarisch zum
Sehnsuchtsort, und Jacques Offenbach ließ sich in
dem kleinen Küstenort sogar eine großzügige Villa
bauen.
Mit der zunehmenden touristischen Erschließung
um 1850 wurde Étretat zum beliebten Seebad
und Treffpunkt der Zeit. Vor allem Claude Monet
war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei
Felsentoren – der Porte d’Amont, der Porte d’Aval
und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr
etliche Gemälde widmete. Unter den sich stets verändernden
Licht- und Wetterverhältnissen begann
Monet in Étretat erstmals, Motivreihen zu malen –
eine Arbeitsweise, die später zu seinem Markenzeichen
werden sollte. So spielte der Ort eine bedeutende
Rolle bei der Entstehung einer neuen Malerei, die als Impressionismus in die Kunstgeschichte einging.
Das Städel Museum Frankfurt präsentiert gemeinsam
mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon
eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung
von Étretat und den Einfluss des Ortes auf
die Malerei der Moderne.